Industrie 4.0 Startups & Trends

ACHTUNG: Aufgrund der aktuellen Situation kurzfristig abgesagt - wird nachgeholt!

Innovationen und einsatzreife Produkte für die digitalisierte Produktion, Logistik & Energieeffizienz am 11. März 2020 von 12.30 Uhr bis 18 Uhr in Gießen in Zusammenarbeit mit HESSENMETALL

 
Unter dem Motto "Innovation kann auch einfach sein" sollten zehn Startups vor Vertretern von Industrieunternehmen ihre bereits erprobten, neuen Lösungen zur Digitalisierung bzw. Effizienzverbesserung präsentieren. Nach den Präsentationen war Zeit für Einzelgespräche eingeplant. 

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen mussten wir diese Veranstaltung und die im Anschluss vorgesehene Matching-Veranstaltung absagen. Eine Neuansetzung an gleicher Stelle ist im Sommer oder Herbst diesen Jahres vorgesehen. Mit diesem Formular können Sie sich unverbindlich als Interessent der Neuansetzung vormerken lassen.


Gesetzt waren 10 Startups mit folgenden Schwerpunkten:  

  • Modulare Internet of Things-Lösung vom Sensor bis zur Auswertung.
    Problem: Um unsere Produktion/Logistik stärker zu digitalisieren (Telemetrie, Navigation, Kommunikation), müssten wir viele Daten vor Ort in Echtzeit erfassen.
    Lösung: Modulare drahtlose IoT-Knoten zum Anschluss beliebiger Sensoren, Gateway zur Übertragung der Daten und Cloud-Lösung zur Sammlung, Auswertung und Visualisierung oder Export.
  • Management-Lösung für sichere und schnelle Cloud-Projekte.
    Problem: Wir kommen nicht daran vorbei, eigene Anwendungen für die Cloud zu entwickeln. Aber wie sorgen wir für Sicherheit?
    Lösung: Ein Management-Portal für Cloud-Projekte, das für unterschiedliche Cloud-Anbieter eine einfache Einrichtung von Sicherheitsniveaus ermöglicht, die Verwaltung von Nutzern beschleunigt und Kostenübersicht auf Projektebene schafft.
  • Multimediale Betriebsanleitungen für mobile Endgeräte.
    Problem: Unsere Betriebsanleitungen fehlen entweder ganz oder sind so textlastig, dass uns Kunden, Mitarbeiter und Monteure verfluchen. Die komplexen Sachverhalte können wir nicht verständlich auf Papier skizzieren.
    Lösung: Dienstleistung und Management-Tool zur Bereitstellung von Bedienungsanleitungen mit multimedialen Inhalten, z. B. 3D-Animationen auf dem Smartphone.
  • Lösung zum Vereinen unterschiedlichster Datenbestände für die Optimierung komplexer IT-Systeme auch auf Basis KI-basierter Analysen.
    Problem: Wir haben zu viele Datenbestände in IT-Systemen, deren Formate den Austausch zwischen den Systemen verhindern und eine kontinuierliche systemübergreifende Auswertung unmöglich machen, um z.B. Anomalien in Produktion und Logistik zu erkennen und schneller reagieren zu können.
    Lösung: Software-Plattform, die Datenbestände zusammenfasst und austauschbar macht, KI-basierte Analysen ermöglicht sowie IT-Prozesse für den manuellen und automatischen IT-Zugriff strukturiert.
  • Beratung, Dienstleistungen und Software zur Einführung von Datenanalyse- und Nutzungskompetenz im Unternehmen.
    Problem: Alle Abteilungen sind der Meinung, dass mit der intelligenten Auswertung von Produktions- und Logistik-Daten viel zu gewinnen wäre. Aber wie packen wir es an?
    Lösung: Kombination aus strategischer Beratung, Workshops und Projekten sowie einer Plattform zum Auswerten und nachvollziehbaren, intelligenten Nutzen von Daten.
  • Adaptiver Schwungmassenspeicher zur schnellen Speicherung und Abgabe von Energie ab 300 KW.
    Problem: Die Qualität der Stromversorgung insbesondere an ausländischen Standorten führt immer wieder zu Problemen und Kosten.
    Lösung: Neuartiger, effizienter Energiespeicher für den Bereich ab 300 KW u.a. zur Netzstabilisierung, Spitzenreduktion und Überbrückung von Netzausfällen.
  • Filament-Basiertes 3D-Druckverfahren zur Erstellung leichterer Bauteile aus Stahl, Titan + Keramik.
    Problem: Laser-basierter 3D-Druck von Metall- und Keramik-Bauteilen ist für viele keramische Werkstoffe ungeeignet und bringt eine Oberflächenqualität, die eine aufwändige Nachbearbeitung erfordert.
    Lösung: Filament-basierter 3D-Druck mit guter Oberflächenqualität, die sich am weichen Grünkörper vor dem Sintern noch zusätzlich verbessern lässt. Auch geeignet für hochreaktive + schwer bearbeitbare Werkstoffe.
  • Durchgängige Digitalisierung von Entwicklungs-, Produkt- und Produktionsdaten im Product Life Cycle als Dienstleistung.
    Problem: Unsere Entwickler generieren tolle Daten, aber deren Nutzen durch Vernetzung in die Produktion und in den Vertrieb ist noch viel zu gering.
    Lösung: Pragmatische Analyse und Umsetzungsbegleitung, um die Daten über die Abteilungen hinweg im Produktlebenszyklus sinnvoll einzusetzen und aktuell zu halten.
  • Reduktion von Transportwegen und Emissionen durch Asset-Tracking sowie Routenberechnung und -optimierung - in Echtzeit.
    Problem: Wenn wir immer wüssten, welche Produkte wo liegen und ob z.B. ein geeignetes Transportmittel schon in der Nähe ist, könnten wir uns viele unnötigen Wege sparen.
    Lösung: Eine plattformübergreifende, offlinefähige Lösung, die Mitarbeiter und Fahrzeuge im Unternehmen jederzeit auf dem kürzesten Weg zum Ziel führt und auch die Basis für Empfehlungen zur Optimierung von Lager-, Laden und Stellflächen gibt.
  • IoT-Cloud Gesamtlösung, bestehend aus Cloud-Plattform und vorkonfigurierten Hardware¬komponenten.
    Problem: Bei unseren Lagerbeständen weichen die verwendeten Buchwerte oft von den Istwerten ab oder fehlen bei der Zwischenlagerung von Halbzeugen u. -fabrikaten gänzlich.
    Lösung: Eine auf Waagen basierende IoT-Cloud-Plattform erfasst die aktuellen Ist-Bestände dezentraler Lager, um Bestellvorgänge zu automatisierten sowie Lagermengen und Logistikosten zu minimieren
 

Für eine Einführung in die jeweiligen thematischen Blöcke waren folgende Experten vorgesehen:

  • Produktion: Prof. Dr. Christian Überall, THM Fachgebiet Industrie 4.0 / Digitalisierung
  • Logistik: Prof. Dr.-Ing. Nadine Roth-Walther, THM Fachbereich Management und Kommunikation, Professur für Supply Chain Management, IT in der Logistik und Interlogistik
  • Energieeffizienz: Prof. Dr.-Ing. Stefan Lechner, THM Energiewirtschaft u. Energiesysteme - THESA: Institut für Thermodynamik, Energieverfahrenstechnik und Systemanalyse 

 
Der Business Angels FrankfurtRheinMain e.V. ist Veranstalter. Partner bei diesem Event ist HESSENMETALL.    


 
In der Rückschau: Der 18. Juni 2019 in Darmstadt
  

Die erste Auflage fand im Haus der Wirtschaft Südhessen in Darmstadt und fand auf beiden Seiten eine sehr gute Resonanz. In drei thematischen Blöcken gab jeweils zuerst ein Experte Einblick in aktuelle Digitalisierungstrends, dann präsentierten pro Block 3 Startups aus Hessen erprobte Produkten und Dienstleistungen. Danach gab es jewiels eine halbe Stunde, um sich persönlich mit diesen auszutauschen. Hier Infos zu den gesetzten Teams:

Digitale Produktion / Internet of Things

  • Technologische Trends bei der Digitalisierung der Produktion
    Dipl.-Wirtsch.-Ing. Tobias Meudt, Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt
  • Startup 1: Diagnose und vorausschauende Instandhaltung von Maschinen und Anlagen
    Problem: Wie können wir Belastungen und Schäden erfassen, ohne unsere Anlagen umbauen zu müssen?
    Lösung: Tausch konventioneller Schrauben durch spezielle Sensorschrauben plus Auswertungssoftware für den Belastungsverlauf. 
  • Startup 2: Augmented Reality für Wartung, Montage und Training
    Problem: Wie können Mitarbeiter komplizierte Montageprozesse inhouse oder außerhalb möglichst schnell umsetzen?
    Lösung: 3D-Bilder statt dicker Montageanleitungen per Tablett oder Augmented Reality-Brille.
  • Startup 3: IT-Sicherheit in der Produktion (IoT)
    Problem: Immer mehr Sensoren und Produktionsanlagen funken sensible Daten, die nicht abgehört und manipuliert werden sollen.
    Lösung: Software-Komplettlösung, die das Abhören und die Manipulation einzelner Komponenten aber auch ganzer Produktionssysteme robust, zukunftssicher und Ressourcen-effizient verhindert.

Logistik

  • Technologische Trends bei der Digitalisierung der Logistik
    Stefan Deuser, AK-Leiter Technische Logistik beim VDI-Bez.V. Darmstadt/Frankfurt, Flexlink Systems
  • Startup 4: Team- und Performance-Management
    Problem: Oft wissen die Leute vor Ort, wenn es in der Logistik irgenwo hakt, aber man erfährt es nicht.
    Lösung: Über ein digitales Teamboard können Probleme und Erfolge zeitnah kommuniziert und ggf. Hilfe mobilisiert werden.
  • Startup 5: Kontinuierliches Inhouse-Tracking
    Problem: Sind unsere Fahrzeuge, Teile, Behälter, Mitarbeiter, Werkzeuge dort, wo Sie benötigt werden?
    Lösung: Hard- und Software-Komplettlösung zum Generieren, Verarbeiten und Visualisieren von Echtzeit-Positionsdaten, wo, wann und wie sie benötigt werden.
  • Startup 6: Digitales Lademittelmanagement
    Problem: Die Verwaltung von Ladungsträgern oder Behältern bringt viel Papier, eine aufwändige Administration, mangelnde Transparenz, häufige Differenzen und dadurch hohe Kosten. 
    Lösung: Unternehmensübergreifende Lösung und Plattform für die Verwaltung von Ladungsträgern (z. B. Europaletten) von der Erfassung an der Rampe bis zum Ausgleich der Lademittelkonten.
 

Energieeffizienz

  • Technologische Trends zur Steigerung der Energieeffizienz u.a. durch Digitalisierung
    Prof. Dr.-Ing. Jens Schneider, TU Darmstadt, ISM+D Institut für Statik und Konstruktion.
  • Startup 7: Management von dezentralen Energieversorgungsanlagen
    Problem: Dezentrale Energieerzeugung ist kostengünstig, aber wie wirken sich rechtliche Änderungen auf die Wirtschaftlichkeit aus?
    Lösung: SaaS-Paket, das die kaufmännische und regulatorische Verwaltung automatisiert und so den Planungs- und Managementaufwand um den Faktor 5-10 reduziert.
  • Startup 8: Energieverbrauch bei der spanenden Fertigung - Tooling
    Problem: Um Metall-Motorspindeln an Werkzeugmaschinen zu beschleunigen braucht es viel Energie und die thermische Ausdehnung reduziert die Bearbeitungsgenauigkeit.
    Lösung: CFK-Motorspindeln sind 50 % leichter, 90% präziser und auch zur Nachrüstung geeignet.
  • Startup 9: Echtzeitfähige Datenanalyse für Geräte, Anlagen und Prozesse
    Problem: Das Wissen für die Optimierung von wichtigen Geräten, Anlagen oder Prozessen ist nur in wenigen Köpfen im Unternehmen hinterlegt und dadurch gefährdet.
    Lösung: Software zur einfachen Modellierung und Analyse von Geräten, Anlagen und Prozessen, die Daten aus Sensoren und anderer Software schnell zur Optimierung von Energieverbrauch und anderen Kostenfaktoren nutzbar macht.
 
Beispiele und Tipps zur erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Industrieunternehmen und Startups, wenn es über den reinen Einkauf von Produkten hinausgeht, gab Robin Weninger. Außerdem konnte man sich über öffentliche Fördermittel informieren.
 
 
Direkt im Anschluss fand am gleichen Ort eine Matching-Veranstaltung mit 4 Startups, die im Unterschied zu den vorgenannten Teams einen Investor suchen, statt.